Die verschiedenen Vibrator Arten – von Claudia erklärt

Vibratoren – die beliebten Sexspielzeuge

Vibratoren zählen zu der Gruppe der Sexspielzeuge, welche als Utensilien zur Masturbation sowie als Bereicherung des partnerschaftlichen Geschlechtsverkehrs Anwendung finden. Durch elektrisch ausgelöste Vibrationen stimulieren sie sowohl weibliche, als auch männliche Genitalien und andere Körperpartien. Mittlerweile gibt es zahlreiche Modelle in unterschiedlichen Farben, Formen, Materialien sowie Qualitäts- und Preisklassen.

Was bewirkt ein Vibrator?

Vor allem steigert ein Vibrator die Durchblutung der von ihm berührten Körperzonen und lässt sie so sensibler für Berührungen werden. Vibratoren unterstützen die Masturbation der Frau und führen sie zum vaginalen oder klitoralen Orgasmus. Werden die Geräte von Frauen zur Vorbereitung auf den Geschlechtsverkehr mit dem Mann eingesetzt, erhöhen sie die Chance, durch die folgende Penetration, zum Höhepunkt zu gelangen. Bei Männern kann die Anwendung eines Vibrators die Erektion steigern und so zu einem besonders intensiv empfundenen Orgasmus führen. Da Vibratoren die Erkundung des eigenen Körpers und das Kennenlernen der eigenen sexuellen Wünsche unterstützen, kann sich ihre Anwendung positiv auf das Liebesleben auswirken. Zudem wirken jene Sexspielzeuge luststeigernd und bringen Abwechslung in das Sexualleben von Paaren. Besonders langjährige Beziehungen können auf diese Weise ganz frischen Wind bekommen.

Interessante Studie zur Verwendung von Vibratoren in den USA

Laut zweier Studien der Universität in Indiana, USA, greifen über die Hälfte der befragten amerikanischen Frauen und 45% der befragten amerikanischen Männer auf Vibratoren zurück. Vibrator-„Nutzerinnen“ zeigen sich insgesamt zufriedener mit ihrem Sexualleben als Frauen, die dieses Sexspielzeug nicht nutzen. Männer können durch die Verwendung eines Vibrators sogar ihre Erektionsfähigkeit sowie ihre Libido steigern. Weiterhin fiel den Forschern positiv auf, dass Vibrator-„Nutzerinnen“ häufiger gynäkologische Vorsorgeuntersuchen in Anspruch nehmen, als Nicht-Vibrator-„Nutzerinnnen“.

Seit Bereits seit Längerem empfehlen Mediziner die Verwendung von Vibratoren zur Behandlung sexueller Funktionsstörungen. Nachzulesen sind diese Studien im „Journal of Sexual Medicine

Nach welchen Kriterien suche ich meinen Vibrator aus?

Es gibt unzählige Marken von Vibratoren. Zu den größeren Herstellern zählen etwa Fun Factory, Lelo, Bswish und Orion. Grundsätzlich sollte beim Kauf eines Vibrators darauf geachtet werden, dass dieser den sexuellen Vorlieben des Käufers durch seine Beschaffenheit und Fähigkeiten gerecht werden kann. Für Anfängerinnen beispielsweise sind zunächst vor allem kleine und schlanke Vibratoren geeignet, welche leicht eingeführt werden können. Hinsichtlich der Oberfläche lassen sich glatte und genoppte bzw. wellige oder raue Vibratoren finden. Die Oberflächenstruktur bestimmt mit, wie leicht sich das Gerät einführen lässt und sollte somit bewusst ausgewählt werden. Angemerkt werden kann hier, dass sich die Verwendung von Vibratoren immer in Kombination mit Gleitmitteln empfiehlt. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass netzbetriebene Vibratoren oft kraftvoller als batterie- und akkubetriebene Modelle sind. Niedrige Vibrationsfrequenzen verlängern die Dauer bis zum Orgasmus, während hohe Vibrationsfrequenzen schneller zum Höhepunkt führen, dieser dann aber weniger intensiv erlebt wird. Sehr wichtig ist deshalb, dass sich die Vibrationsgeschwindigkeit stufenweise oder sogar stufenlos einstellen lässt. Bei Vibratoren mit separatem Klitorisreizer sollte darauf geachtet werden, dass sich diese Extrafunktion unabhängig von der Hauptfunktion des Vibrators steuern lässt. In punkto Lautstärke empfiehlt es sich darauf zu achten, dass der Vibrator eine Grenze von 50dB nicht überschreitet. Auch beim Material gibt es Unterschiede. Es existieren beispielsweise Modelle aus Glas, Holz, Hartplastik, Jelly oder Silikon.

Wie die Zeitung „Spiegel“ mitteilte, wurden laut Stiftung Ökotest in zahlreichen Sexspielzeugen aus Kunststoff und PVC gesundheitsschädliche Stoffe, etwa Phthalate gefunden. Die deutsche Bundesregierung sieht bisher keinen Handlungsbedarf in dieser Angelegenheit. Holländische Behörden versicherten, dass eine wöchentliche Nutzungsdauer der Spielzeuge von 10 Stunden unbedenklich sei. Wer kein Risiko eingehen möchte, könne bei der Verwendung von Vibratoren zum eigenen Schutz auf ein Kondom zurückgreifen.

Um ganz sicher zu gehen, können auch Varianten aus Silikon, Elastomer und Polycarbonat gewählt werden, da diese keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten, hautfreundlich, antiallergisch, leicht zu pflegen und zudem geruchs- und geschmacksneutral sind. Des Weiteren sind sie etwas biegsamer als andere Vibratoren und passen sich dadurch bedingt sogar an die Form der Vagina an.

Übersicht über eine Auswahl unterschiedlicher Vibrator-Modelle

Klassische Vibratoren

Sie eigenen sich vor allem für Einsteigerinnen, da sie leicht zu bedienen sind und der klassischen Penisform ähneln. Sie lassen sich auf verschiedene Vibrationsstärken einstellen und existieren in unterschiedlichen Materialien. Empfehlenswert ist der „Meridian Vibrator“ von Vibe Therapy.

Rabbit Vibratoren (Mehr Dazu)

Jene Vibrator-Modelle bieten den Vorteil, dass sie eine zeitgleiche klitorale und vaginale Befriedigung durch einen extra angebrachten und separat steuerbaren Klitorisreizer ermöglichen. Speziell Frauen, welche vor allem durch die klitorale Stimulation zum Orgasmus kommen, werden an diesem Modell Gefallen finden. Empfehlenswert ist das Modell „Ina 2″ von Lelo.

G-Punkt Vibratoren

Diese Exemplare ähneln in der Grundstruktur den klassischen Vibratoren, jedoch ist es ihnen möglich, dank der gebogenen Schaftspitze und der besonders hohen Biegsamkeit, den G-Punkt der Frau zu stimulieren. Für das Herbeiführen punktgenauer vaginaler Orgasmen sind diese Ausführungen also bestens geeignet. Einige Modelle sind zudem mit Klitorisreizern der Rabbit Vibratoren kombiniert. Empfehlenswert sind hier die Modelle „Sutra“ von Vibe Therapy oder „Rondo“ von ClosezYou.

Auflegevibratoren

Jene Variante von Vibratoren ist lediglich für die klitorale Befriedigung geeignet und sehr leicht bedienbar. Äußerlich ähneln sie den klassischen Vibratoren in Penisform so gut wie gar nicht, orientieren sich dafür aber ganz an der Anatomie der weiblichen Genitalien und den daraus resultierenden sexuellen Bedürfnissen. Für Einsteigerinnen und junge Mädchen, welche ihren Körper erst kennen- und steuern lernen wollen, sind sie besonders geeignet. Sehr attraktiv sind Auflegevibratoren zudem für Frauen, welche vorwiegend durch klitorale Stimulation zum Höhepunkt kommen. Empfehlenswert sind hier die Modelle „LAYA Spot“ von Fun Factory oder „Charger“ von Vibe Therapy.

Vibro-Eier (Mehr Dazu)

Besonders originelle Sexspielzeuge sind die sogenannten Vibro-Eier. Sie sind nur etwas größer und dicker als Tampons und für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. Angewendet werden können sie entweder äußerlich, oder aber innerlich, indem sie vollständig in die Vagina oder den Anus eingeführt werden. Für eine unbemerkte Anwendung unterwegs sind sie somit ideal. Ihre Vibrationen können zudem mittels Fernbedienung gesteuert werden. Empfehlenswert ist das Modell „Cry Baby“ von Love to Love.

Mini-Vibratoren (Mehr Dazu)

Ebenfalls zum Mitnehmen geeignet sind die Mini-Vibratoren. Sie sind klein und handlich und können auch als Bereicherung während des Geschlechtsverkehrs mit dem Partner zur Anwendung kommen. Trotz ihrer kleinen Größe verfügen sie über starke Motoren. Ihre zierliche Größe macht sie für Einsteigerinnen zum idealen Modell. Empfehlenswert ist hier das Modell „Little Paul“ von Fun Factory.

Fingervibratoren

Jene diskreten Exemplare werden als Fingeraufsatz getragen und sind somit absolut flexibel und universal einsetzbar. Sie können bei Männern und Frauen eingesetzt werden; zur Masturbation oder beim Sex zu zweit. Sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet, begeistern sie vor- und während dem Geschlechtsverkehr durch ihre Massageleistung. Empfehlenswert ist hier das Modell „Tonguer“ von Feelztoys.

Perlenvibratoren

Sie gleichen in ihrer Form dem männlichen Penis, verfügen aber im oberen Bereich zusätzlich über rotierende Perlenringe aus Metall. Sie übertreffen damit den natürlichen Penis des Mannes, bei dem die Vorhaut beim Geschlechtsakt in Stoßrichtung mitgleitet. Die Perlenringe jedoch rotieren quer zur Stoßrichtung, was eine besondere Stimulation der Frau hervorrufen kann. Manche Exemplare sind außerdem mit einem Klitorisreizer ausgestattet. Empfehlenswert ist das Modell „Rotating Beading Probe“ von Colt.

Vibratoren mit Fernbedienung und App-Steuerung

Diese modernen Vibrator-Modelle können auch über räumliche Distanzen hinweg gesteuert werden, was es beispielsweise ermöglicht, den Partner auch aus der Ferne mithilfe des Vibrators zu befriedigen.

Das Wichtigste zum Schluss: Hygienehinweise für die Benutzung von Vibratoren

Die Sexualhygiene gewinnt bei der Benutzung von Sexspielzeugen einen noch höheren Stellenwert, als sie ohnehin schon hat. Da sowohl Sperma, als auch Scheidensekrete als Nährboden für Bakterien, Pilze und andere Krankheitserreger dienen, sollten die Geräte unmittelbar nach ihrem Einsatz gründlich gereinigt, getrocknet sowie schmutz- und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Empfehlenswert ist zudem die Verwendung eines Kondoms bei der Benutzung von Vibratoren. Generell sollten die Geräte nicht mit anderen Personen geteilt werden. Um Infektionen zu verhindern, sollten anal verwendete Vibratoren niemals ohne vorherige Reinigung vaginal verwendet werden.

Über die Autorin

claudia

Claudia ist 43 Jahre alt und die Autorin dieses Beitrags. Sie hat nicht nur ausgiebige Erfahrungen mit dem Thema Pheromone, sondern ist auch Expertin was Vibratoren angeht. Stimulierung und Genuss sind ihre wichtigsten Themengebiete und eine Leidenschaft für sich.